4. Etappe: Natürliche, kreative und nützliche Energie

Auch unsere vierte Etappe ist geprägt vom ausserordentlichen Boxenstopp. Leider reisen wir noch nicht weiter in den Süden. Jedoch dürfen wir den Rucksack packen und uns aufs Velo schwingen; vorkosten, wie sich der Normalzustand und unsere wieder gewonnene Freiheit anfühlen werden. Auf dieser Etappe bereisen wir Orte, die dir neue Energie spenden und halten Ideen für dich bereit, welche deinen Alltag bunter und abwechslungsreicher machen.

Die Anreise lässt erahnen, dass es Orte zu entdecken gibt, die etwas Geheimnisvolles haben und manchmal auch etwas abenteuerlich sind. Auf den ersten Blick sind die empfohlenen «Abstecher» nicht unbedingt einfach zu finden. Manch einer schafft es nur auf Umwegen zu diesem Genuss. Doch es lohnt allemal. Einmal am Ziel, tut es der Seele gut, schenkt es Zuversicht, und wir gewinnen etwas Urvertrauen zurück, das in der hektischen Zeit allzu oft verloren geht. Erfüllt von Stolz spürt man, dass es weiter geht – es kommt gut.

 Zurück in der Stadt kann der Zugvogel von Pack Easy Interessantes über Urban Gardening und Farming berichten. Er hat auch Tipps aus aller Welt, die du direkt in eurem Wohnquartier und deinem Zuhause umsetzen kannst

www.wandern.ch 

www.fredyjoss.ch

Kraftorte: Einmal volltanken bitte

Die Einheit, mit der die Stärke von Kraftorten angegeben wird, heisst Bovis. Festgelegt durch einen Pendler, der die Intensität eines Energiefelds ermittelt. Müssen wir messen oder gar pendeln, wenn wir uns an einem Ort intuitiv wohlfühlen? «Gspüürt han i nüüt, aber sauschöön ischs gsi.» So und ähnlich klingts, wenn wir über einen kraftvollen Ort sprechen. Sicher ist, dass es Orte auf dieser Welt gibt, deren Schönheit unsere Herzen aufgehen lassen; die den Verstand an den Rand des Verstehens bringen und die das Auge besänftigen und den Puls beruhigen. Diese Kraftmomente, in denen wir das Wohlsein bewusst spüren und die uns ganz ohne Hokuspokus verzaubern, lohnt es zu entdecken. Die Tipps sind Entdeckungen der Crew von Pack Easy.

Es bedarf keiner weiten Reisen, um kleine Kraftorte zu finden. Die Passage der kleinen Emme ist Sinnbild für das Leben. Sie zeigt, wie ein ruhig fliessendes Gewässer vorübergehende Hindernisse überwinden muss und dabei ins Strudeln kommen kann. Aber mit Sauerstoff und neuen Erkenntnissen angereichert, seinen Weg als ruhiges Gewässer fortsetzen kann. Manchmal ist es eine Aufforderung, die Stille anzunehmen und das Tempo zu drosseln, damit Positives entstehen kann.

 

Thermalquellen: Eintauchen in die Energie

Bild: © Stadt Baden / Tibor Nad

Mit seiner Badekultur macht Baden seinem Namen alle Ehre. Seit 2000 Jahren wird in Baden die natürliche Wärme und Kraft der Thermalquellen genutzt. Das Badener Thermalwasser ist mit rund 47 Grad Celsius nicht nur eines der wärmsten, sondern mit 4,6 Gramm pro Liter auch das mineralreichste Heilwasser der Schweiz. Neben Kalzium, Eisen und Jod enthält das «flüssige Gold» auch Schwefel. Am Trinkbrünneli beim Stadthof kannst du das gesunde Heilwasser gratis kosten. Es heisst: «Nase zu und ... weg»

Chänzeli-Tour: die Bäderstadt aus einem erhabenen Blickwinkel. 1300 Treppenstufen erklimmen und als Belohnung eine herrliche Aussicht geniessen.

https://dein.baden.ch

 

 Hergiswald: Wallfahrtskirche und Ort voller Kostbarkeiten

Die Wallfahrtskirche ist immer geöffnet. Sie lädt zum stillen Gebet, zum Anzünden eines Opferlichts oder einfach zur stillen Besinnung ein. Über dreihundert Bilder mit lateinischen Sprüchen zieren die Decke – ein beeindruckendes Erlebnis. Der Luzerner Maler Kaspar Meglinger malte sie 1654. Um die Deutung der einzelnen Bilder zu verstehen, wären Besuche über einige Wochen nötig. Wer du dich von der Schönheit der Kirche verzaubern lassen möchtest, geniess einen Moment der Stille. Und noch ein wertvoller Tipp: nimm einen Spiegel mit, damit du nach dem Besuch keinen steifen Nacken hast.

 

Bäumige Energie

Mit jedem Atemzug sind wir ein Teil der Natur. Daran ändert auch ein Leben in der Stadt, weit weg von ursprünglicher Landschaft, nichts. Alte Bäume sind von einem magischen Zauber umgeben. Ihre Aura strahlt weit über ihre Krone hinaus. Der Eichenhain, Witwald beim Schloss Wildenstein, ist eine der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Kulturlandschaften. Stell dir vor: Als die ältesten Eichen auf Wildenstein zu wachsen begannen, war Kolumbus auf seiner Santa Maria noch nicht einmal unterwegs. Wenn das kein Grund ist, diese Monumente zu bewundern. https://www.schloss-wildenstein-bubendorf.ch/anreise

 Eine spannende Buchempfehlung zum Leben alter Bäume: «Das geheime Leben der Bäume» von Peter Wohlleben.

 

Picknickkorb gefüllt mit Energie

Sandwiches sind keine einfache Angelegenheit. Um wirklich lecker zu sein, werden sie nur mit den besten Zutaten und vor allem mit viel Liebe zubereitet: Die Füllung – eine Art Salade Niçoise – entführt auf jeden Fall in den Süden. Dazu benötigst du:

  • Eine Dose Thon (giesse das Öl ab), mit der Gabel zerkleinern
  • Kleingeschnittene Sardellenfilets
  • Gehackte Oliven und Zwiebelringe
  • Eingelegte Artischockenherzen in Stücke geschnitten
  • Eine Handvoll kleingehackte Kräuter, freie Wahl
  • In Streifen geschnittene Peperoni
  • Der Saucenmix ist im Handumdrehen fertig: 2 Teelöffel Dijonsenf, 1 Teelöffel Honig, Saft einer halben Zitrone, 2 Esslöffel Olivenöl und etwas Salz – nur kurz mixen.

Halbiere ein Baguette. Belege es mit Salatblättern und verteile die fabelhafte Mischung darauf. Ein Brotbrett mit -messer, zwei Gläser oder Becher etwas Genussvolles für den Durst und eine flauschige Decke: schon sind die Zutaten für dein vergnügliches Picknick bereit.

 

Guerilla Gardening: Wachsende Energie

Am Anfang stand Protest und ziviler Ungehorsam, gegen zu viele trostlose Grauflächen in den Städten. Die Welle des kriegerisch klingenden Guerilla Gardening entstand Anfang 1970er-Jahren in Grossbritannien, Deutschland oder New York. Heute sind Guerilla-Gärtner zumeist weder Aktivisten noch rebellisch veranlagte Menschen. Es sind Leute wie Du und ich, die so manchen Schandfleck begrünen oder einfach ihr Wohnviertel attraktiver machen. In der Schweiz war und ist vor allem die Zürcher Bewegung Vorreiterin in Sachen Guerilla Gardening. Stell dir vor, bereits vor 30 Jahren zogen Blumen- und Insektenfreunde los und warfen Samen – sogenannte Seed Bombs – auf triste Brachflächen, öde Baumscheiben oder verwaiste Verkehrsinseln. Damals mussten diese Aktionen noch heimlich und bei Nacht durchgeführt werden. Die Sehnsucht nach Grünem, das steigende Umweltbewusstsein und gleichzeitig das wachsende Verständnis in der Gesellschaft, liessen den Untergrundtrend zu einer akzeptierten Form, den öffentlichen Raum umweltbewusst und biodivers zu nutzen, gedeihen. Zur Verschönerung der Stadt werden heute in Zürich kostenlos Wildblumensamen verteilt. Anleitungen, um Seed Bombs zu bauen, findest du unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Samenbombe.

 Eine inspirierende Quelle voller nützlicher Tipps, um selbst aktiv zu werden und die zudem Lesespass verspricht, ist folgendes Buch: «Anstiftung zum Gärtnerischen Ungehorsam – Bekenntnisse einer Guerillagärtnerin» von Christiane Habermalz

 

Urban Farming: Gärtnern für alle

Urban Farming hat die unterschiedlichsten Ausprägungen. Du findest es zum Beispiel auf Dächern, Brachflächen, an Hauswänden, in Hochhäusern und auf Terminals. Sowohl die Stadt als auch die Bewohner profitieren. Nutze Anbauflächen gemeinsam mit anderen, mach neue Bekanntschaften und lerne Lebensmittel wieder wertzuschätzen. Die Vorteile für die Umwelt sind enorm: Die vielen Pflanzen können helfen, die Artenvielfalt zu erhalten. Ausserdem binden die vielen Grünflächen in der Stadt Kohlendioxid und helfen, die Stadt im Sommer zu kühlen. Urban Farming bedeutet jedoch nicht nur grüner Sonnenschein. Es erfordert viel Arbeit und eine Menge Verantwortung. Und es braucht Struktur, Vertrauen und Teamwork.

Wusstest du, dass es bereits essbare Städte, staatlich verordnetes Urban Farming sowie grüne Flughäfen gibt? Hier ein paar überraschende Beispiele:

In der essbaren Stadt Andernach am Mittelrhein (D) leben Hühner und Schafe und in Blumenbeeten wächst Lauch und Kohl. Und statt «Betreten verboten» lautet die Devise «Pflücken erlaubt». Das Schulbeispiel ist Havanna. In Kubas Hauptstadt versorgen sich die Bewohner grösstenteils selbst. Selbstverständlich staatlich geregelt, versteht sich. Unser Lieblingsbeispiel, wie Urban Farming selbst an Hotspots funktioniert, ist der O'Hare Flughafen in Chicago. Im Restaurant werden Kräuter und Gemüse aus dem Indoor-Garten im Terminal serviert.

 

Nachhaltiger Silica Gel: Energetisch nützlich?

 Du kennst sie sicher, die kleinen weissen Tütchen aus Silica-Gel, die in vielen Produkten und Verpackungen stecken und vor Feuchtigkeit schützen. Deshalb findest du sie bei elektronischen Geräten, gewissen Nahrungsmitteln, bei Schuhen oder Lederwaren. Wie und weshalb du die weissen Tütchen selber nutzen kannst, das verraten wir dir hier.

Sie bestehen aus nichts anderem als Kieselgel. Auf den Tütchen ist zwar der Hinweis «do not eat» notiert, doch giftig sind sie in weisser Form nicht. Bei den blauen mit Cobaltchlorid gefärbten hingegen solltest du vorsichtig sein. Stell dir vor, diese kleinen Beutel können über 40 Prozent des eigenen Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und wirken zudem gegen muffige Gerüche.

Ist dein Handy nass geworden? Riecht deine Sport- und Einkaufstasche unangenehm? Bist du vom Platzregen überrascht worden und hast nasse Schuhe? Ist dein Lieblingswerkzeug rostig? Oder willst du Fotos und Dokumente vor Nässe schützen? Dann leg einfach ein paar Silicon-Gel-Beutelchen dazu.  

Nur weil sich ein Silica-Beutel mit Feuchtigkeit vollgesogen hat, musst du ihn noch lange nicht wegwerfen. Sie sind wiederverwendbar und rasch von neuem einsetzbar. Trockne die Kügelchen im warmen Backofen (unbedingt Tütchen vorher entfernen) und packe sie danach in Baumwollsäckchen, die sich ebenfalls im Ofen trocknen lassen. Und schon sind sie wieder einsatzbereit. Eine viertel Stunde im auf 100 Grad vorgeheizten Ofen reicht aus. Während des Vorgangs die Beutelchen ein- bis zweimal durchmischen.  

Hast du zu wenig von den diesen kleinen Wunderwaffen? Frag doch mal bei www.packeasy.ch an.